Amazon: Versandhändler will rund 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren
Der Versandhändler Amazon plant Milliardeninvestitionen in Deutschland – unter anderem in Rechenzentren und künstliche Intelligenz. Vor allem die Rhein-Main-Region soll davon profitieren.
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Die Handelsplattform Amazon will im kommenden Jahr rund 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau von Rechenzentren für den Cloudanbieter AWS und die Modernisierung der Logistikstandorte fließen, wie das Unternehmen mitteilte. Allein in der Logistik würden derzeit rund 3000 zusätzliche Stellen aufgebaut, hieß es. Außerdem seien mehr als ein Dutzend Eigenproduktionen in Deutschland für den Streamingdienst Amazon Prime geplant.
Rund 4,8 Milliarden Euro und damit einen großen Teil der Investitionssumme will Amazon eigenen Angaben zufolge in den Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur stecken. Das Geld fließe in die sogenannte AWS-Region-Europa rund um Frankfurt am Main. Weitere Details zu den Investitionen nannte Amazon zunächst nicht. Neben dem Onlinemarktplatz und der Logistik ist der Cloudanbieter AWS ein weiteres zentrales Geschäftsfeld des US-Konzerns. In Deutschland arbeiten dem Konzern zufolge rund 3000 Beschäftigte für die Sparte.
In den Logistikzentren gehe es um Investitionen in moderne Technologien wie Robotertechnik, teilte das Unternehmen weiter mit. Bereits laufende Modernisierungen der Standorte Bad Hersfeld in Hessen sowie Dortmund und Herne in Nordrhein-Westfalen sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden. In Könnern in Sachsen-Anhalt werde derzeit ein neues Zentrum gebaut.
Ein weiteres Investitionsfeld ist laut Amazon der Satelliten-Internetdienst Amazon Leo. Es ist das zentrale Wettbewerbsprojekt zu Starlink, dem Satelliteninternet des rechten US-Unternehmers Elon Musk.
Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Meldung hieß es, Amazon plane Dutzende Eigenproduktionen in Deutschland. Inzwischen hat die Nachrichtenagentur dpa die Angabe korrigiert. Angekündigt sind mehr als ein Dutzend Eigenproduktionen. Wir haben die Passage geändert.
Quelle: Spiegel ›
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