Mindestens zwei Tote durch Überschwemmungen im Osten Spaniens
Ein heftiges Sturmtief hat Straßen und Ortschaften im Südosten Spaniens unter Wasser gesetzt. Menschen flüchten vor den Wassermassen auf Hausdächer, es gab mindestens vier Tote. Auf Mallorca fiel das Unwetter weniger heftig aus als befürchtet.
Ein heftiges Sturmtief hat Straßen und Ortschaften im Südosten Spaniens unter Wasser gesetzt. Menschen flüchten vor den Wassermassen auf Hausdächer, es gab mindestens vier Tote. Auf Mallorca fiel das Unwetter weniger heftig aus als befürchtet. Bei schweren Unwettern in Teilen Spaniens sind vor allem in den Provinzen Valencia und Alicante riesige Regenmengen runtergekommen. Aus manchen Orten meldeten die Behörden mehr als 600 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden. Das ist in etwa das Doppelte dessen, was laut spanischem Wetterdienst Aemet in der Region Alicante normalerweise in einem gesamten Jahr fällt. In der Küstengemeinde Oliva rund 70 Kilometer südlich von Valencia kamen eine 79-jährige Frau und ein 64 Jahre alter Mann ums Leben. Am Wochenende waren bereits eine Person in Sagunto nördlich von Valencia und eine Frau im katalanischen Cabrera de Mar gestorben. Wie der spanische TV-Sender RTVE berichtete, saßen einige Menschen in überfluteten Gebäuden fest und warteten teils auf Dächern auf ihre Rettung. Die Regionalregierung rief die zweithöchste Notfallstufe aus. "Es ist unmöglich, sich fortzubewegen, Sie müssen zuhause bleiben. Es gibt heftige, anhaltende Regenfälle, die starke Überschwemmungen verursachen", warnte der Leiter des Katastrophenschutzes in Valencia, Juan Carlos Valterrama. Unwetter ziehen weiter nach Norden Besonders heikel ist die Lage in Oliva: Dort wurden nach Angaben der Bürgermeisterin etwa 2.000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert. Die Feuerwehr rettete auch Menschen aus überfluteten Gebäuden. Auf den Balearen, zu denen etwa Ibiza und Mallorca gehören, beruhigte sich die Lage nach schweren Regenfällen am Wochenende. Dort fiel das Unwetter nicht so heftig aus wie befürchtet, größere Schäden wurden hier nicht gemeldet. Die Behörden hatten den Schulunterricht auf Mallorca, Ibiza und Formentera vorsorglich ausgesetzt. Der heißeste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn Der Flugverkehr von und nach Mallorca läuft bei punktuellen Verspätungen weitgehend normal. Mitte der Woche soll dort das Wetter wieder besser werden. Der fortschreitende Klimawandel führt Experten zufolge auch in Spanien zu häufigeren und heftigeren Extremwetter-Ereignissen wie Starkregen. Der September war laut des spanischen meteorologischen Dienstes Aemet der heißeste auf dem spanischen Festland seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem erlebte Spanien laut Aemet dieses Jahr den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Mit Informationen von Franka Welz, ARD Madrid
Quelle: tagesschau ›
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