AfD gehackt: Diese Mails passen ins Bild
Die AfD-Führung spielt die geleakten Mails der Partei herunter. Als hätte sie Rassismus und Antisemitismus mittlerweile hinter sich gelassen.
Noch versucht die AfD-Führung, herunterzuspielen, was im September geschah: Nur Teile „einiger weniger“ und seit Jahren nicht mehr genutzter Mail-Postfächer seien bei einem Hackerangriff im September erbeutet worden, den die Parteiführung jetzt bestätigte. Doch schon bei ersten Durchsichten am Tag der Veröffentlichung finden sich auch Mails aus dem Jahr 2026 darunter; auch die Zahl von mehr als 400.000 kopierten Mails ist nicht eben klein. Das macht die Beschwichtigungen der Partei nicht gerade glaubwürdig. Dennoch ist Vorsicht geboten. Auch wenn Fachleute die Echtheit der gestohlenen Mails in ersten Einschätzungen für plausibel halten, ist sie nicht erwiesen. Schon tobt die Deutungsschlacht Schon tobt die Schlacht um die Deutung der veröffentlichten Mails, in denen es von antisemitischen, rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen aller Art nur so wimmelt, Ku-Klux-Klanbilder geteilt und der Holocaust geleugnet werden. „Falls die Daten echt sind, dann ist die AfD am Ende“, postet ein Nutzer auf X. Es ist die Hoffnung vieler AfD-Gegner und womöglich auch jener Hacker-Aktivisten, dass der Partei nur endlich die Maske heruntergerissen werden müsste, um sie politisch zu erledigen. Bisher jedoch hat es der Partei nicht geschadet, immer wieder und ganz offen Grenzen zu überschreiten, die Anstand, historische Forschung und gesellschaftliche Übereinkunft setzen. Insofern passt die nun veröffentlichte Kommunikation leider gut ins Bild.
Quelle: FAZ ›
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