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Cloud und Satelliten: Amazon will 2027 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren

„Einer der attraktivsten Investitionsstandorte Europas“: Amazon plant neue Milliardeninvestitionen in Deutschland. Das Geld soll unter anderem in eine Alternative zu Elon Musks Starlink fließen.

Cloud und Satelliten: Amazon will 2027 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren

Der amerikanische Technologiekonzern Amazon plant, im Jahr 2027 mehr als 16 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Das kündigte das Unternehmen am Dienstag auf dem Investitionsgipfel der Bundesregierung an. Demnach soll das Geld in neue Rechenzentren und Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI), Amazons Dienst für Satelliteninternet namens Leo, den Ausbau der Logistik und neue Inhalte für den Streamingdienst Prime Video fließen. Eine Sprecherin betonte auf Nachfrage, dass es sich um neue, bisher noch nicht angekündigte Investitionen handele. „Deutschland ist ein Zentrum für Innovation und einer der attraktivsten Investitionsstandorte Europas“, sagte Amazons Cheflobbyist David Zapolsky und betonte, dass Amazon seit 2010 in Deutschland mehr als 100 Milliarden Euro investiert habe. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sprach von einem „klaren Vertrauensvotum“ für den deutschen Standort. Ausbau der Cloudregion in Frankfurt 4,8 Milliarden Euro, also knapp ein Drittel der Investitionssumme, entfallen auf Amazons Cloudsparte AWS, die ihre Rechenzentren rund um Frankfurt ausbauen will. Damit wolle AWS der steigenden Kundennachfrage gerecht werden, hieß es. Ein nicht näher definierter Anteil soll in Amazons Satellitennetzwerk Leo fließen, das zur Alternative zu Elon Musks Satelliteninternet Starlink werden soll. Auch in Deutschland solle Leo Internet in Gebiete bringen, die von bestehenden Netzen nicht erreicht würden. Amazon Leo hat sich dafür 24 Raketenstarts beim europäischen Startdienstleister Arianespace gesichert. Darüber hinaus kündigte Amazon den Ausbau und die Modernisierung seines Logistiknetzwerks an. Investitionen in Robotik sollen schnellere Lieferungen ermöglichen. Derzeit werden schon die bestehenden Logistikzentren im hessischen Bad Hersfeld sowie in Dortmund und Werne (NRW) modernisiert. Diese Arbeiten würden 2027 abgeschlossen. Die Modernisierungsarbeiten in Koblenz, dem baden-württembergischen Pforzheim und Rheinberg bei Duisburg würden auch im Jahr 2028 fortgesetzt. In Könnern (Sachsen-Anhalt) werde ein neues Logistikzentrum gebaut. Für seinen Streamingdienst Prime Video plant Amazon bis Ende 2027 mit 15 neuen deutschen Produktionen. Amazon kündigte zudem an, weiter in „nachhaltigere Infrastruktur, verantwortungsvolles Wassermanagement und soziale Initiativen“ zu investieren, ohne dabei konkrete Summen zu nennen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Deutschlands größter gewerblicher Abnehmer von CO₂-freier Energie und habe etwa über Abnahmegarantien Energieprojekte mit einer Gesamtkapazität von mehr als 1,3 Gigawatt ermöglicht, darunter Windparkprojekte in Nord- und Ostsee.

Quelle: FAZ ›

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