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Ellie Goulding bereut Werbung für umstrittene Diamanten

Sie sei »tief beschämt«, für Diamanten aus einer umstrittenen australischen Mine geworben zu haben. Das passe nicht zu ihrem Engagement für die Umwelt, sagte die englische Pop-Sängerin Ellie Goulding.

Ellie Goulding bereut Werbung für umstrittene Diamanten

Sängerin Goulding: »Meinen Werten in diesem Fall nicht gerecht geworden«

Sie engagiert sich für den Klimaschutz und die Rechte indigener Gemeinschaften. Nun hat die englische Sängerin Ellie Goulding eingeräumt, mit einem Werbeauftritt ihren eigenen Ansprüchen nicht Genüge getan zu haben. Bei einer Veranstaltung des Juweliers Boodles in London hatte sie rosafarbene Diamanten präsentiert – darunter Steine aus der umstrittenen australischen Argyle-Mine.

»Der Schutz der Umwelt liegt mir am Herzen«, erklärte Goulding. »Leider bin ich meinen Werten in diesem Fall nicht gerecht geworden.« Die Bedenken zur Mine seien ihr nicht bekannt gewesen. Diamanten aus Argyle werde sie nicht wieder tragen. »Die betroffenen indigenen und lokalen Gemeinschaften verdienen Besseres.«

Der Diamanten-Abbau in der westaustralischen Argyle-Mine endete 2020 nach 37 Jahren, das Gelände soll an die indigene Bevölkerung zurückgegeben werden. Die Gelganyem Group, die die Interessen der in Australien »traditionelle Besitzer« genannten Ureinwohner vertritt, äußert jedoch Bedenken zum ökologischen Zustand des Areals. Zu den offenen Fragen gehören unter anderem der Verbleib langlebiger PFAS-Chemikalien im Boden. Die indigenen Gemeinschaften verlangen uneingeschränkten Zugang, ohne sich um ungelöste Umweltrisiken für kommende Generationen kümmern zu müssen.

Goulding, 39, die mit Songs wie »Lights« bekannt wurde, erhielt letztes Jahr einen britischen Verdienstorden für ihren Einsatz für den Umweltschutz. Sie sei »tief beschämt, diesen Fehler begangen zu haben«, sagte sie dem »Guardian«. Sie wollen »diesen Moment als Mahnung nutzen und den Status quo weiterhin hinterfragen, um daraus zu lernen und es in Zukunft besser zu machen.«

Boodles hatte Marke und Bestände von Argyle Pink Diamonds kurz vor Gouldings Auftritt übernommen.

Die Gelganyem-Vorsitzende Kia Dowell begrüßte Gouldings Entschuldigung. Sie hoffe, dass dadurch die Anforderungen an die Stilllegung deutlicher würden. Minen-Betreiber Rio Tinto erklärte, Sanierung und Renaturierung liefen bereits an, langfristige Kontrollen sollten folgen. Auch über das PFAS-Problem sei man im Gespräch.

Goulding ist Botschafterin des Uno-Umweltprogramms und der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF). Dieser teilte mit, man habe den Vorfall mit dem Popstar besprochen. Die Sängerin setze sich leidenschaftlich für Natur und Menschenrechte ein; ihre Unterstützung werde weiterhin geschätzt. Der Juwelier Boodles hat sich bisher noch nicht zu der Angelegenheit geäußert.

Quelle: Spiegel ›

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