Jemen: Huthis töten mit Raketenangriff Dutzende Soldaten
Die Huthi-Miliz im Jemen hat mehrere Raketen auf einen Stützpunkt von Sicherheitskräften abgefeuert. Berichten zufolge wurden mindestens 30 Soldaten getötet, mehr als 100 verletzt. Einige kämpfen um ihr Leben.
Bewaffnete Huthi-Kämpfer im vergangenen Oktober
Der Bürgerkrieg im Jemen eskaliert weiter: Durch einen Raketenangriff hat die von Iran unterstützte Huthi-Miliz Dutzende Soldaten der international anerkannten Regierung getötet.
Aus Militärkreisen heißt es laut der Nachrichtenagentur dpa, mehr als 30 Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von mindestens 50 Toten. Mehr als hundert Menschen seien zudem verletzt worden, sagte ein Regierungsvertreter laut AFP. Mehrere der Verletzten sollen demnach in Lebensgefahr sein.
Ein Armeesprecher teilt mit, die Huthis hätten ein Trainingslager für Polizei- und Sicherheitskräfte in der südlichen Provinz Schabwa mit drei Raketen angegriffen. Die Huthi-Miliz bekannte sich zu dem Angriff und teilt mit, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen in dem Gebiet gegolten.
Die Krankenhäuser in Schabwa seien von den vielen Verletzten überfordert, so ein Regierungsvertreter laut AFP. Deshalb seien besonders schwere Fälle unter anderem nach Aden gebracht worden, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat.
»Die Angriffe werden den Staat nicht davon abhalten, Bürger zu schützen und staatliche Institutionen wiederherzustellen«, teilte Raschad al-Alimi, Vorsitzender des präsidialen Führungsrats, der Nachrichtenagentur Saba zufolge mit. In sozialen Medien kursieren Videos, die Szenen nach dem Angriff zeigen sollen. Darin sind zahlreiche Leichen zu sehen.
Der Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Irankriegs neu entflammt. Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz nahm bei einer Offensive weite Teile der Westküste am Roten Meer ein und rückte auch in anderen Provinzen vor. Die Regierung versucht mithilfe verbündeter Milizen und Saudi-Arabiens, die Rebellen zurückzudrängen. Die Huthi-Miliz griff auch die wichtige Hafenstadt Aden im Süden an sowie Ziele in Saudi-Arabien, wo es unter anderem am Flughafen Riad Tote und Verletzte gab.
Mit Angriffen auf Saudi-Arabien hat die islamistische Huthi-Miliz einen neuen Krieg provoziert. Stimmen aus Sanaa erklären, warum die Truppe lieber Menschenleben opfert, als zu verhandeln.
Quelle: Spiegel ›
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