Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
65 Jahre nach Abschluss des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens sieht die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik, noch immer Rassismus und Diskriminierung gegenüber türkischen Menschen. "Wer 120 Prozent geben muss, um als 100 Prozent zu gelten, ist nicht schlecht integriert, sondern wird schlecht behandelt", sagte sie der "Rheinischen Post". 1964 wurde der Familiennachzug möglich. In der Folge kamen 1973 870.000 Arbeitnehmer aus der Türkei in die Bundesrepublik.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich einem Medienbericht zufolge am Montag bei einem unangekündigten Besuch in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. Das meldete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab. Hegseth teilte bei Social-Media mit, er habe US-Soldaten im Nahen Osten besucht. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Netanjahu für die anstehende Parlamentswahl Unterstützung zugesagt.
Die Zahl der Kohlekraftprojekte ist trotz der angestrebten Energiewende und Klimaziele weltweit gestiegen. Nach Angaben der Umweltorganisation "Urgewald" kamen 2025 auf jedes zurückgestellte Kohleprojekt drei neue Vorhaben. Während im letzten Jahr 76 geplante Kohleprojekte auf Eis gelegt oder gestrichen wurden, sind im gleichen Jahr 257 neue Kohleprojekte weltweit angekündigt worden. In weiten Teilen Europas hätten Wind- und Solarenergie die Stromerzeugung aus Kohle nun überflügelt, die Türkei hinke aber hinterher.
Der von Nvidia unterstützte Rechenzentrumsbetreiber Nscale steht einem Medienbericht zufolge vor einem milliardenschweren Geschäft mit dem KI-Entwickler Anthropic. Nscale verhandle mit dem Anbieter des Chatbots Claude über den Verkauf von Rechenleistung im Wert von rund 45 Milliarden Dollar, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Das sei eine zweite Anlage auf dem Monarch-Campus in West Virginia. Diese solle 460 Megawatt liefern und mit den Vera-Rubin-KI-Chips bestückt werden.
Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Inflations- und Zinsschub belastet Eigenheiminteressenten und Baubranche in Deutschland gleichermaßen: Immobilienkredite in Deutschland sind derzeit so teuer wie seit 2009 nicht mehr. Die durchschnittliche Verzinsung zehnjähriger Darlehen hat laut Finanzierungsvermittler Interhyp einen Wert von knapp 4,5 Prozent. Das sagte Interhyp-Vorstandschef Jörg Utecht. Noch im Mai lag der Durchschnittszins bei 3,9 Prozent. Mit gut 4,4 Prozent ist nun das Zinshoch von Ende 2023 überschritten.
In der Berliner Linken geht es heute einmal mehr um das Thema Antisemitismus und die Positionen zu Israel und zum Nahost-Konflikt. Der Fraktionsvorstand berät in einer digitalen Sitzung über den weiteren Umgang mit der Abgeordneten Vanessa Emde, die wegen ihrer israelkritischen Positionen mehrfach Diskussionen ausgelöst hatte. Emde ist zur Beratung eingeladen - ihr könnte der Rauswurf aus der Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus drohen. Die Abgeordnete hatte im Wahlkampf auf das Thema Palästina-Solidarität gesetzt.
Bei einem Erdrutsch in einer Goldmine im Südwesten Kolumbiens sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Montag in einem ländlichen Gebiet der Gemeinde Santa Barbara de Iscuande an der Pazifikküste des Departements Narino, wie die Regionalregierung mitteilte. Mindestens sieben Menschen seien verletzt worden, so der Sekretär für Frieden und Menschenrechte des Departements, Alex Gonzalez. Örtlichen Medien zufolge arbeiteten dort zum Zeitpunkt des Einsturzes über 40 Menschen.
Gesetzlich Versicherte müssen aus Sicht von Kassenärzten ab 2027 länger auf einen Arzttermin warten. Dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Andreas Gassen zufolge habe die Bundesregierung durch die Kürzung der Mittel für die ambulante Versorgung gerade über 50 Millionen Termine in der ambulanten Versorgung gestrichen. Die KBV hatte eine erweiterte "Terminmeldepflicht" im Zuge der Reform der Notfallversorgung kritisiert. Künftig soll es feste Kontingente für Termine geben, die Ärzte melden müssen.
Eine steigende Zahl von pflegenden Angehörigen in den nächsten Jahren könnte sich laut einer Prognose spürbar negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken. Einer Analyse der Bertelsmann Stiftung und des Forschungsinstituts Prognos zufolge könnten im Jahr 2045 geschätzt rund 229.000 Stellen gefährdet sein. Wenn sich an der aktuellen Situation für die pflegenden Angehörigen nichts verbessere, werde die fortschreitende gesellschaftliche Alterung mit mehr Pflegebedürftigen dem Arbeitsmarkt immer stärker Erwerbspotenzial entziehen.
US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine fehlende Gegenleistungen für die Unterstützung der USA vorgeworfen. "Wir haben der Ukraine viel gegeben - sie hat uns nichts gegeben", sagte er. Zudem kritisierte Trump, der ukrainische Präsident sei bei den Friedensbemühungen "keine echte Hilfe". Dem Portal "Axios" zufolge beklagt der ukrainische Präsident Selenskyj, dass Washington Waffenlieferungen zurückhalte. Demnach genehmige Verteidigungsminister Pete Hegseth die Lieferung von Patriot- und Luftabwehr-Raketen nicht.
Nach einem Telefonat mit Russlands Präsident Putin am Freitag hat Papst Leo XIV. nun auch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj über die dramatische Lage in Oleschky gesprochen. Die südukrainische Frontstadt ist von russischen Truppen besetzt. Wie der Vatikan bekanntgab, verwies der Papst auch auf die bereits an Putin herangetragene Bitte um eine humanitäre Feuerpause. Leo hoffe, dass die Bereitstellung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie eine freiwillige Evakuierung der Stadt gewährleistet werden könne.
Im US-Bundesstaat Florida ist ein Haftbefehl gegen Kubas Ex-Staatschef Raul Castro erlassen worden. Ihm wird der Abschuss von zwei Kleinflugzeugen einer exilkubanischen Organisation durch die kubanische Luftwaffe im Jahr 1996 zur Last gelegt. "Das war kein Unfall, sondern Mord", sagte Floridas Genera…
Quelle: ZDF heute ›
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