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Unter Druck in Baku - BVB sucht die Angriffslust

Die letzte Etappe einer intensiven Woche steht an: Borussia Dortmund reist zum Champions-League-Spiel nach Baku - und steht dort unter Druck.

Unter Druck in Baku - BVB sucht die Angriffslust

Die letzte Etappe einer intensiven Woche steht an: Borussia Dortmund reist zum Champions-League-Spiel nach Baku. In Aserbaidschan steht der BVB nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg und zwei Partien ohne eigenen Treffer unter Druck. Die BVB-Verantwortlichen geben sich noch entspannt, wohlwissend, dass ein weiterer Misserfolg gegen den Underdog die Krisendiskussion erheblich verschärfen würde. An einer ersten kniffligen Aufgabe scheiterte Niko Kovac bereits vor dem Champions-League-Duell bei Sabah FK. Der Trainer von Borussia Dortmund gab sich alle Mühe, doch eine Antwort auf die Frage einer aserbaidschanischen Journalistin konnte er nicht geben. "Ein bisschen wild. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich sagen soll, weil ich die Frage nicht verstanden habe", sagte der Trainer von Borussia Dortmund auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Duell heute (ab 18.45 Uhr im Audiostream) in Baku. Auch weitere Übersetzungsversuche des Dolmetschers vor Ort brachten kein Licht ins Dunkel. "Ich habe es wieder nicht verstanden", sagte Kovac und zuckte mit den Schultern. Nach mehreren fehlgeschlagenen Kommunikationsversuchen zwischen Trainer und Journalistin setzte der BVB die Pressekonferenz fort und versprach, sich im Anschluss nochmals im Detail mit der Frage auseinanderzusetzen. Krise? BVB-Coach Niko Kovac verneint Das Frage-Antwort-Spiel der Pressekonferenz gestaltete sich in diesem Moment ähnlich zäh wie die Leistungen der Dortmunder in den zurückliegenden Partien. Das 0:0 bei Union Berlin war das dritte sieglose Spiel in Serie, bei den Dortmundern ist nach starkem Saisonstart Ernüchterung eingekehrt. Zuvor gab es ein 2:2 gegen Bremen sowie eine 0:1-Niederlage in der Königsklasse bei Bodö/Glimt. Vor allem offensiv fehlte dem BVB dabei die Durchschlagskraft. Von einer "Krise" will Kovac dennoch nichts wissen. "Wir sind Tabellenzweiter und punktgleich mit Bayern München", stellte Kovac fest und sprach über das Zustandekommen der drei Partien ohne Erfolg. "Wir haben Bremen dominiert und unglücklich 2:2 gespielt. Bei Union war es ein klares 0:0-Spiel. Einmal haben wir uns dazu entschieden, zu verlieren." Was Kovac nicht gefalle, seien die Ergebnisse. "Aber daraus mache ich kein Drama", so der 55-Jährige. "Die Mannschaft hat die Qualität, den Hebel umzulegen. Davon bin ich überzeugt." Wie Kovac Dortmunds Offensiv-Problem lösen will Ähnlich hatte sich Lars Ricken zuvor beim Abflug nach Baku geäußert. "Wir sehen, dass es gerade eine schwierige Phase ist", so der Geschäftsführer Sport des BVB. "Dass wir dreimal hintereinander nicht gewinnen, ist nicht normal für Borussia Dortmund. Wir können uns aber schon auch bewusst machen, dass wir uns in der Anfangsphase der Saison eine hervorragende Ausgangssituation geschaffen haben - in allen Wettbewerben." Nach zuletzt zwei Spielen ohne eigenen Treffer stellt sich bei den Dortmundern auch die Frage nach mehr Kreativität - insbesondere nach dem erneuten Ausfall von Konstantinos Karetsas. Als Ersatz für den Griechen kommen laut Kovac unter anderem Fabio Silva und Carney Chukwuemeka in Frage. Silva habe es gegen Union "richtig gut gemacht und frischen Wind reingebracht", Chukwuemeka sei ein "ähnlicher Spielertyp" wie Karetsas und könne dem BVB-Spiel Kreativität geben. Laut Ricken geht es unabhängig vom Personal auch um die Haltung zum Spiel: "In der Offensive wollen wir vermehrt die Initiative ergreifen und angriffslustig sein. Wir wollen wieder die Gier haben, die Spiele unbedingt gewinnen zu wollen." Der BVB solle das Spiel mit "Lust und Vorfreude" angehen. Sabah FK als klarer Underdog "Es sollte unser Anspruch sein, mit einem Sieg zurückzukommen", so Ricken weiter: "Natürlich hat man da einen gewissen Druck, aber ich glaube, wir sollten das jetzt eher als Antrieb, als Privileg nehmen, weil es einfach auch Ausdruck unseres Anspruchs ist." Auch wenn Dortmund und der amtierende aserbaidschanische Meister punktgleich (je drei Zähler) in die Partie gehen, ist der BVB gegen den Königsklassen-Neuling klarer Favorit. Sollten die Dortmunder also erneut nicht gewinnen, wird Kovac auf die Frage nach der Krise wohl anders antworten müssen. Die unbesorgte Grundhaltung ließe sich dann nur schwer aufrechterhalten. Immerhin: Bei der Krisenfrage wären auf der nächsten Bundesliga-Pressekonferenz keine Übersetzungsprobleme zu erwarten. Unsere Quellen: Nachrichtenagenturen DPA und SID am 19.10.2026Pressekonferenz von Borussia Dortmund am 19.10.2026 Sendung: WDR.de, Kann man beim BVB schon von Krise sprechen?, 19.10.2026, 23:03 Uhr

Quelle: tagesschau ›

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