Nachrichten aus Deutschland und der Welt RSS
DE EN
deublitz.de
Aktuell
Sport

Wie die Eisbären dem Trainer-Orakel bisher trotzen

Die Eisbären Berlin sind stark in die noch junge DEL-Saison gestartet. Vor allem Torhüter-Neuzugang Jonas Neffin hat sich schnell in die Herzen der Fans gespielt.

Wie die Eisbären dem Trainer-Orakel bisher trotzen

Die Eisbären Berlin sind stark in die noch junge DEL-Saison gestartet. Vor allem Torhüter-Neuzugang Jonas Neffin hat sich schnell in die Herzen der Fans gespielt. Als die 14 Trainer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor der Saison nach ihrem Favoriten auf den Meistertitel gefragt wurden, gehörten die Eisbären Berlin nicht zu den Top-Kandidaten auf den Titel. Nur ein einziger der 14 DEL-Coaches, die eine Prognose wagten, gab die Eisbären als seinen alleinigen Meistertipp an. Die Adler aus Mannheim standen deutlich höher im Kurs, auch die Kölner Haie wurden besser eingeschätzt. Ob die Trainer ihr bereits einige Wochen altes Urteil mittlerweile anpassen würden, ist nicht übermittelt. Fest steht aber, dass die Eisbären nach den ersten zehn Spielen auf dem ersten Platz der Liga stehen, sich schon früh in starker Form präsentieren und ihren Meisterschaftsanspruch eindrucksvoll manifestieren. Neffin der Überflieger Großen Anteil am starken Auftakt der Berliner mit sieben Siegen und nur zwei Niederlagen hat Torwart-Neuzugang Jonas Neffin. Vor der Spielzeit galt der 26-Jährige, den die Eisbären aus der zweiten Liga von Regenburg nach Berlin lotsten, im Duell mit dem ebenfalls neuen kanadischen Goalie Jack LaFontaine eher als Außenseiter auf den Posten im Tor. Doch der beste Spieler und Torhüter der DEL 2 aus der letzten Saison zeigte in Berlin schnell, warum er diesen Titel ganz offensichtlich zu Recht verliehen bekommen hat. Mit fünf Zu-Null-Spielen in sieben Partien, in denen er zum Einsatz kam, ist Neffin bislang die Entdeckung der noch jungen Saison und einer der defensiven Leistungsträger bei den Berlinern. Neffin führt mit nur 16 Gegentreffern die bislang mit Abstand beste Defensive der Liga an. Ruhe überträgt sich auf Abwehr Felix Markau vom Eisbären Fan-Podcast "Puckgeflüster" [eishockey-berlin.de] imponiert vor allem die Ruhe, die Neffin ausstrahlt. "Fünf Shutouts in sieben Spielen sind wirklich unglaublich", sagt Markau im Gespräch mit rbb|24. "Neffins Ruhe überträgt sich auch auf die Abwehr. Das hat er LaFontaine ein bisschen voraus. Die Fangquote von 97 Prozent wird er natürlich über die gesamte Saison nicht ganz halten können, aber die Art und Weise, wie er sich gibt, gibt uns großen Anlass zur Hoffnung, dass er sich als Nummer eins etablieren und ein Ruhepol für die Eisbären sein wird", sagt Neffin. Dubois verbessert das Umschaltspiel Neben der Torhüterposition haben sich die Berliner vor der Saison auch auf einem weiteren Schlüsselposten verändert. Eric Dubois ist in die riesigen Trainer-Fußstapfen des in den letzten Jahren so erfolgreichen Serge Aubins getreten. Zumindest vorerst ist ihm die Übernahme bravourös geglückt. Dubois profitiert von einem insgesamt vor allem in der Offensive eingespielten Team, das punktuell clever verstärkt wurde. Darüber hinaus auffällig: Insbesondere im Umschaltspiel sind die Berliner nochmal besser geworden. "Schon beim ersten öffentlichen Training im Wellblechpalast war eine gute, lockere Atmosphäre auf dem Eis zu spüren. Die Kommunikation zwischen ihm und den Spielern war sehr offen und direkt", sagt Podcaster Markau. "Wenn man sich die Pressekonferenzen nach den Spielen anschaut, merkt man aber, dass er nicht nur der entspannte Kumpel-Typ ist, sondern gleichzeitig klare Vorstellungen hat und Fehler klar anspricht", ergänzt Markau. Kleiner Dämpfer gegen München Der Eisbären-Fan ist durchaus überrascht, wie rund es bei den Berlinern nach den Trainer- und Torwartwechseln bereits läuft, wie er sagt. Er hoffe, dass sich die positive Serie der Dubois-Mannschaft, die zuletzt einen ersten leichten Dämpfer gegen München kassierte, in den nächsten Partien weiter fortsetzen wird. Spätestens, wenn sich diese Hoffnung erfüllt, dürften die 14 DEL-Trainer ihren Meister-Tipp noch einmal ändern. Sendung: rbb|24, 19.10.26, 12:32 Uhr
Audio: rbb|24, 19.10.26, Felix Markau im Interview mit Jonas Bürgener

Quelle: tagesschau ›

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Nach Verletzungsschock - Wer kann Zoma beim FCN ersetzen?
Sport

Nach Verletzungsschock - Wer kann Zoma beim FCN ersetzen?

Nach der schweren Verletzung von Mohamed Ali Zoma und dem monatelangen Ausfall startet beim 1. FC Nürnberg die Suche nach einem Ersatz. Wer könnte an seiner Stelle spielen und was bedeutet das für die Nürnberger Aufstiegschancen?