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Champions League: PSG gewinnt gegen Barca die große Show der Favoriten

Paris St. Germain will als erst zweiter Klub dreimal in Folge die Champions League gewinnen. Selbst für den FC Barcelona war PSG in einem unglaublichen Spiel zu stark.

Champions League: PSG gewinnt gegen Barca die große Show der Favoriten

Paris St. Germain will als erst zweiter Klub nach Real Madrid (von 2016 bis 2018) dreimal in Folge die Champions League gewinnen. Selbst für den FC Barcelona war PSG beim 4:2 (1:1) in einem unglaublichen Spiel zu stark. Vitinha (81. Minute) und Fabian Ruiz (87.) entschieden das Königsklassen-Spektakel, nachdem Xavi Espart (55.) und Lamine Yamal (79.) zwei französische Führungen durch Lucas Hernandez (72.) und Désiré Doué (38.) ausgeglichen hatten. Von Sebastian Hochrainer Die Verantwortlichen beider Mannschaften war im Vorfeld dieser Partie sehr daran gelegen, zu betonen, dass dies kein vorweggenommenes Finale sei. Viele hatten das Spiel als einen möglichen Vorgeschmack auf das gesehen, was am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid passieren könnte. Schließlich ist PSG der Dominator der jüngsten Champions-League-Geschichte und Barcelona in Spanien das Nonplusultra mit einem perfekten Start von elf Siegen in Serie. Flick lässt Rodri überraschend auf der Bank Doch beim Königsklassen-Champion der vergangenen beiden Saisons wurden der Mannschaft von Hansi Flick erstmals die Grenzen ausgewiesen. Der Ex-Bundestrainer hatte sich kurioserweise entschieden, im Mittelfeld nicht auf Rodri, sondern auf Marc Bernal zu vertrauen. Das rächte sich, die Pariser waren im Zentraum klar spielbestimmend, während sich Barca immer wieder Ballverluste erlaubte, die zu (Groß-)Chancen führten. Das erste Beispiel gab es direkt nach 80 Sekunden, als Khvicha Kvaratskhelia nach dem einem Fehler von Pedri aus 20 Metern den Pfosten traf (2.). Wenig später musste Joan Garcia innerhalb von wenigen Sekunden nach ähnlichen Situationen gegen Ousmane Dembélé und Doué eingreifen (5.). Der Barca-Torhüter sollte in der Folge noch mehrfach eingreifen müssen und seine Mannschaft im Spiel halten. Paris' Dominanz zahlt sich nur einfach aus Im ersten Durchgang parierte Garcia acht Bälle, die auf sein Tor kamen - in der Historie des Wettbewerbs hatte Barca in einer Halbzeit nie mehr Schüsse auf das eigene Gehäuse hinnehmen müssen als in den ersten 45 Minuten. Zehn waren es an der Zahl inklusive des Pfostenschusses - und inklusive des 1:0. Das fiel nach einem viel zu lässigen Pass von Superstar Yamal ins Zentrum, nach dem PSG schnell umschalte und Doué den Ball aus 18 Metern ins Eck jagte (38.). Mit diesem Ergebnis waren die Katalanen noch gut bedient, vor allem Ex-Kollege Ferran Torres hatte vor der Führung weitere Großchancen verpasst. Nach seiner Einwechslung in der 20. Minute für den verletzten Dembélé scheiterte er zweimal aus kurzer Distanz freistehend an Garcia (25./29.). Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass es keine gänzlich einseitige Partie war, auch Barca hatte Top-Gelegenheiten, vor allem Fermin Lopez in der 40. Minute, als er frei auf vor Matvey Safonov auftauchte, aber am PSG-Keeper scheiterte. Garcia ermöglicht den Ausgleich durch Xavi Espart Nach der Pause veränderte sich die Partie, Luis Enrique wies seine Mannschaft offenbar an, sich tiefer zu positionieren und auf Konter anstatt auf das zuvor hohe Pressing zu setzen. Barcelona hatte so deutlich mehr Ballbesitz, aber die Gäste brauchten weiter einen Garcia in Topform. Achraf Hakimi hatte kurz nach dem Seitenwechsel das 2:0 auf dem Fuß, erneut reagierte der 25-Jährige herausragend (51.), ähnlich war es kurz danach gegen Joao Neves (53.). Und das zahlte sich aus, denn seine Mannschaftskollegen sorgten dafür, dass sich Garcias Taten auch vorerst lohnten. Denn wenig später sorgte Espart für das 1:1, als er Safonov im kurzen Eck erwischte (55.). Der Rechtsverteidiger ist eine der Entdeckungen von Flick und ein weiteres Toptalent aus der eigenen Nachwuchsakademie "La Masia", die schon so viele spätere Superstars hervorgebracht hatte. Hernandez lässt PSG wieder jubeln Barca war jetzt voll im Spiel, Raphinha vergab aber die Großchance zur Führung (57.). Danach wurde der Brasilianer, der zuvor verletzt gefehlt hatte, ausgewechselt, auch Bernal ging raus und Rodri kam, um das Spiel noch mehr auf die Seite der Katalanen zu ziehen. Ohne seine Beteiligung zeigte sein Team den bis dahin schönsten Angriff, Yamal legte schließlich dem ebenfalls eingewechselten Gavi den Ball auf, Safonov bekam aber gerade noch die Beine geschlossen (61.). Die größte Möglichkeit auf das 2:1 ließ wieder Paris aus - und zwar wieder Ferran Torres, der die dritte perfekte Vorbereitung nicht nutzte und aus sechs Metern den Pfosten traf (71.). Allerdings gab es nach der folgenden Klärungsaktion einen Eckball, der PSG dann doch die Führung bescherte. Hernandez hatte das perfekte Timing und deutlich mehr Kraft als sein Gegenspieler Anthony Gordon, wuchtete den Ball ins Eck (72.). Yamal genial, doch dann kommen Vitinha und Fabian Ruiz Dann gab es den großen Moment des vielleicht kommenden Weltfußballers. Yamal bekam auf seiner rechten Seite den Ball nach einem Fehler des kurz zuvor erst für Hernandez eingewechselten Warren Zaire-Emery, spielte ihn aus und schoss mit der Pike ins kurze Eck zum 2:2 (79.). Doch in einem Spiel voller Höhepunkte war das natürlich nicht der letzte, Paris schüttelte sich kurz und schlug wieder zu. Die Gastgeber machten sofort wieder Druck und Vitinha bekam einen geklärten Ball auf die Brust, ließ ihn perfekt klatschen und feuerte ihn volley zur dritten Führung am fliegenden Garcia vorbei (81.). Diesmal kam Barca nicht zurück, sondern PSG legte nach, Fabian Ruiz sorgte für die Entscheidung (87.). So blieb Paris nicht nur zum 13. Mal in Folge in der Champions League ungeschlagen und beendete Barcelonas perfekten Saisonstart - das Enrique-Team zeigte eindrucksvoll, dass es nach wie vor die Nummer eins in der Königsklasse ist.

Quelle: tagesschau ›

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