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Deutsche mögen Nudeln - am liebsten aus dem Ausland

Der Konsum von Nudeln hat sich hierzulande seit 1990 verdoppelt. Außerdem gehört Deutschland zu den größten Herstellern in der EU. Unangefochtener Spitzenreiter ist Italien, danach folgt Spanien.

Deutsche mögen Nudeln - am liebsten aus dem Ausland

Der Konsum von Nudeln hat sich hierzulande seit 1990 verdoppelt. Außerdem gehört Deutschland zu den größten Herstellern in der EU. Unangefochtener Spitzenreiter ist Italien, danach folgt Spanien. Spaghetti, Fusilli oder Penne: Italienische Nudeln setzen ihren Siegeszug in Europa und Deutschland fort. 4,2 Millionen Tonnen Pasta wurden im vergangenen Jahr zwischen Bozen und Palermo hergestellt, so viel wie in keinem anderen Land der Europäischen Union, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das waren 69 Prozent der gesamten europäischen Produktion von 6,1 Millionen Tonnen. Auf der Eurostat-Liste der Herstellerländer folgt Spanien mit 379.000 Tonnen oder sechs Prozent auf Platz zwei, Deutschland kommt mit einem Anstieg auf gut 304.000 Tonnen auf Platz drei. Das entspricht fünf Prozent der in Europa hergestellten Nudeln. Berichtet wurde die verkaufte Produktionsmenge von ungekochten Teigwaren. Eiernudel bleibt deutsche Spezialität Besonders treue Kundinnen und Kunden sind die Menschen in Deutschland, deren Pro-Kopf-Konsum von Nudeln sich seit 1990 auf 10,1 Kilogramm mehr als verdoppelt hat, wie der Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller (VDGS) feststellt. Neben getrockneten Nudeln wachse auch das Angebot an Frischnudeln im Kühlregal. Eine Besonderheit der deutschen Produktion ist der hohe Anteil an Eiernudeln. Im vergangenen Jahr enthielt hierzulande knapp die Hälfte (46 Prozent) der hergestellten Nudeln Ei. Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt waren es nur 18 Prozent. Im klassischen Nudel-Land Italien enthielten nur 17 Prozent der Pasta Ei, in Spanien waren es sogar nur zwei Prozent. Aber auch in Deutschland sind Spätzle und Co. auf dem Rückzug. Nach früheren Angaben des Bundesamts werden seit 2023 hierzulande mehr Nudeln ohne Eier produziert als solche, die Eier enthalten. Trotz des allgemein zunehmenden Nudelkonsums ist die Produktion der deutschen Eiernudel innerhalb von zehn Jahren um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Verband sieht gute Qualität deutscher Nudeln Der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) will mit dem Vorurteil aufräumen, dass gute Nudeln nur aus Italien kämen. "Italien hat völlig zu Recht eine großartige Pasta-Tradition. Aber daraus ist bei uns offenbar das Bild entstanden, gute Pasta müsse zwangsläufig aus Italien kommen, während aus Deutschland vor allem Eiernudeln und Spätzle stammen", sagte VGMS-Geschäftsführer Peter Haarbeck. Dies werde dem Angebot deutscher Hersteller längst nicht mehr gerecht. Dem Verband zufolge produzieren deutsche Hersteller eine breite Vielfalt klassischer Hartweizenpasta bis hin zu regionalen Spezialitäten. Der dafür benötigte Hartweizen wachse längst auch in Deutschland, was eine vollständige regionale Wertschöpfungskette ermögliche. Immer häufiger heimischer Hartweizen Dem Stärkeverband zufolge wurden im vergangenen Jahr in den acht deutschen Mühlen 464.000 Tonnen Durum vermahlen, wie das Getreide auch genannt wird. Nur noch ein kleinerer Teil muss importiert werden, weil die aktuell geschätzte Erntemenge auf 361.400 Tonnen gestiegen sei. Dennoch stammten mittlerweile rund drei Viertel der in Deutschland verzehrten Nudeln aus dem Ausland, obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund zehn Kilogramm pro Jahr liege. "Der Pass der Nudel ist kein Qualitätsparameter", sagte Haarbeck. Qualität sei eine Frage des Rohstoffs und des Know-hows. Er riet Verbraucherinnen und Verbrauchern, beim Einkauf auf das Herkunftsland zu achten.

Quelle: tagesschau ›

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