"Noch nie erlebt": Werder muss Spiel krankheitsbedingt absagen
Werder Bremen stehen für die geplante Bundesliga-Partie der Frauen gegen Hoffenheim nicht genügend Spielerinnen zur Verfügung. Das Spiel wird verschoben.
Werder Bremen stehen für die geplante Bundesliga-Partie der Frauen gegen Hoffenheim nicht genügend Spielerinnen zur Verfügung. Das Spiel wird verschoben. Dass Fußball-Spiele abgesagt werden, kommt schon mal vor. Aber eigentlich nur dann, wenn der Zustand des Platzes zu schlecht ist, um darauf zu spielen. Dieses Mal war aber der Zustand der Spielerinnen von Werder Bremen zu schlecht, um am Sonntagnachmittag ein professionelles Bundesliga-Spiel zu bestreiten. 14 gesunde Spielerinnen muss ein Verein zusammenbringen, um spielfähig zu sein. Bei den Bremerinnen liegt ein Großteil des Kaders flach. "Das habe ich so noch nie erlebt", betonte Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp im Gespräch mit buten un binnen nach der Absage zwei Stunden vor dem Anpfiff. Das ist eine absolute Ausnahmesituation. Ich glaube, krankheitsbedingt wurde noch nie ein Spiel abgesagt. Aber am Ende war es nicht anders zu entscheiden. Uns hat eine heftige Krankheitswelle erwischt. Gegner Hoffenheim wurde vorgewarnt Werder-Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp hatte sich noch bis Sonntagmittag auf das Spiel gegen Hoffenheim vorbereitet. Bild: Radio Bremen Erlaubt ist es den Regeln nach ein Spiel aus diesem Grund abzusagen. Werder hat zwar noch eine 2. Mannschaft, doch auch dort waren einige krank und vor allem nicht alle Spielerinnen auch für die Bundesliga spielberechtigt. Die Bremer konnten es drehen und wenden, sie bekamen nicht genügend Spielerinnen zusammen. Am Samstag meldeten sich noch weitere Akteurinnen ab, zudem sind ein paar auch verletzt. "Wir sind frühzeitig am Samstagabend in den Austausch mit den Hoffenheimerinnen gegangen und haben sie informiert, dass die Tendenz zur Spielabsage geht", so Kromp. Ärztliche Atteste mussten her Die Hoffenheimerinnen wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeigten laut Kromp Verständnis für die Situation. "Man kann sich vorstellen, wie schwierig das ist, es so kurzfristig zu erfahren", erklärte die Trainerin, "aber wir haben es nicht gerne gemacht. Aber es war für uns nicht verantwortbar, so ein Spiel durchzuziehen." Für Werders Trainerin waren es am Sonntag "hektische und intensive" Stunden. Denn die erkrankten Spielerinnen brauchten allesamt ärztliche Atteste. "Wir haben uns weiter auf das Spiel vorbereitet", so Kromp, "es war ein Wettlauf gegen die Zeit. Ich habe den Spielerinnen gesagt, bis wir es nicht schriftlich haben, gehen wir davon aus, dass wir spielen." Nachholtermin noch offen Zwei Stunden vor dem Anpfiff war die Absage dann offiziell, ein Termin für das Nachholspiel steht noch nicht fest. Für Trainerin Kromp heißt es nun weiter improvisieren und umplanen mit ihrem Lazarett. "Wir steigen dann erst am Mittwoch in die Vorbereitung für das nächste Heimspiel ein – hoffentlich dann wieder mit ein paar gesunden Spielerinnen mehr". Bis zum kommenden Sonntag um 14 Uhr für das Spiel gegen Freiburg werden dann wieder mindestens 14 Bremer Spielerinnen gebraucht. Die Zeit für die Genesung läuft.
Quelle: tagesschau ›
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