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Penélope Cruz: Was sie im Friseursalon ihrer Mutter fürs Leben lernte

In einer Schauspielschule übte Penélope Cruz das Handwerk für ihre Karriere. Wichtiger könnte eine andere Lektion gewesen sein.

Penélope Cruz: Was sie im Friseursalon ihrer Mutter fürs Leben lernte

Wie schafft es die Tochter eines Automechanikers und einer Friseurin aus dem Stadtrand von Madrid bis nach Hollywood – sogar bis zu einem Oscar? Penélope Cruz, 52, hat nun einen Einblick in ihre haarigen Anfänge als Schauspielerin gewährt.

Cruz kam 1974 im Madrider Vortort Alcobendas zur Welt und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sie lernte Ballett, Tanzen und ging mit 14 Jahren schließlich auf eine Schauspielschule. Eine der vielleicht wichtigsten Lektionen für ihre Karriere aber lernte sie wohl nicht dort.

Als Kind hat Cruz viel Zeit in dem Friseursalon ihrer Mutter verbracht, schreibt die »New York Times« . Dort habe sie, versteckt hinter ihren Schulbüchern, die Frauen beobachtet, die sich frisieren ließen, und ihre Gespräche mit ihrer Mutter belauscht. »Ich glaube, sie kamen vor allem, um zu reden und um ihr ihre Geheimnisse anzuvertrauen«, sagte Cruz der »New York Times«. Besonders gern habe sie gelauscht, um zu erfahren, was die Kundinnen eigentlich verbergen wollten. »Ich habe immer versucht herauszufinden: Was sagen sie nicht?«

Schon als Kind habe sie so eine besondere Menschenkenntnis entwickelt, schreibt die Zeitung weiter. Cruz habe gelernt, flüchtige Gesten, Mimik, Schweigen oder Seufzer viel besser zu verstehen. Womöglich eine Lektion, die sie in der Schauspielschule so nicht bekommen hätte. Dort jedoch lernte sie das Handwerk bei der Argentinierin Cristina Rota.

Cruz beschäftigte sich laut »New York Times« intensiv mit der Tragödie »Die Zofen« von Jean Genet. Sie bereitete sich demnach darauf vor, alle drei Rollen des Stücks zu spielen. Als die Jugendliche die Tragödie schließlich vor ihrer Klasse aufführte, sei ihre Lehrerin in Tränen ausgebrochen. Das sei das Zeichen gewesen, die Schauspielerei als Beruf weiterzuverfolgen, so Cruz: »Ich werde diesen Tag nie vergessen. Es war wie eine Spritze voller Selbstvertrauen.«

Für ihre Rolle als María Elena in »Vicky Cristina Barcelona« gewann Cruz 2009 den Oscar als Beste Nebendarstellerin, zweimal war sie außerdem bereits als Beste Hauptdarstellerin nominiert. In diesem Jahr ist Cruz in mehreren neuen Filmen zu sehen, unter anderem dem Drama »La bola negra« und der Komödie »The Invite«.

In »The Invite« läuft zwischen Männern und Frauen etwas grundsätzlich schief. Ist Heteros noch zu helfen? 

Quelle: Spiegel ›

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