Protest in Düsseldorf und Köln: Galerien wehren sich gegen rechten Zugriff auf Kultur
Kunsthändler aus dem Rheinland protestieren gegen die AfD-Veranstaltung „Kulturpolitik von rechts!“, die im städtischen Palais Wittgenstein in Düsseldorf stattfinden soll. Die Stadt verweist auf die Nutzungsordnung.
Ingesamt 57 Galerien aus Düsseldorf und Köln haben einen Appell „gegen die Vereinnahmung von Kunst und Kultur“ durch die AfD unterzeichnet. Die Händler protestieren gegen eine Veranstaltung der Partei im städtischen Palais Wittgenstein in Düsseldorf am kommenden Montag unter dem Titel „Kulturpolitik von rechts!“, die ursprünglich im Heinrich-Heine-Institut angekündigt war, dort aber nach Auskunft der Stadt aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden kann. Auf ihrer Website stelle die AfD „Bezüge zu bedeutenden Persönlichkeiten der Düsseldorfer Kulturgeschichte her – unter anderem zu Heinrich Heine und Joseph Beuys“, so die Galerien, die sich in ihrem Aufruf gegen den Versuch wenden, „die Geschichte und das kulturelle Erbe unserer Stadt für eine parteipolitische Agenda zu vereinnahmen“. Auf Anfrage der F.A.Z. teilt die Stadt Düsseldorf mit, aufgrund der geltenden Nutzungsordnung des als Kulturzentrum genutzten Palais habe sie keine Handhabe, Parteien und Fraktionen von dem Angebot der Anmietung auszuschließen.
Quelle: FAZ ›
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