Nachrichten aus Deutschland und der Welt RSS Ruhiger Modus: aus
DE EN
deublitz.de
Aktuell
Wirtschaft

Türkei: Energieminister plant Dieselimporte aus dem Deal zwischen den USA und Russland

Nach dem umstrittenen Dieselabkommen zwischen den USA und Russland möchte der türkische Energieminister einen Teil des Kraftstoffs in die Türkei holen. Zugleich will das Land seine Gasförderung ausbauen.

Türkei: Energieminister plant Dieselimporte aus dem Deal zwischen den USA und Russland

Tankstelle in Ankara (Foto vom 4. Juli): großer Importbedarf

Die Türkei will von dem umstrittenen Diesel-Abkommen  zwischen den USA und Russland profitieren. Der Deal zwischen den beiden Ländern sei für die Energiesicherheit der Türkei ‌wichtig, sagte Energieminister Alparslan Bayraktar dem türkischen »Kanal 7«. Mit Bezug auf das Abkommen sagte der Minister: »Durch die von uns geführten Gespräche werden wir einen Teil dieses Diesels in die Türkei holen.« Weitere Details nannte Bayraktar nicht.

Das Abkommen war vom ​ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, von europäischen Politikern sowie von einigen republikanischen Parteikollegen Trumps scharf kritisiert ⁠worden.

Bayraktar kündigte ⁠zudem an, dass die Türkei ihre heimische Gasförderung massiv ausbauen will. Im ersten Quartal 2028 solle eine zweite schwimmende Gasförderplattform in Betrieb genommen werden. Damit werde ‌die tägliche Fördermenge im Schwarzen Meer auf 45 ​Millionen Kubikmeter steigen. »Damit ‌werden wir dann in drei von vier Haushalten in der Türkei unser eigenes Gas verwenden«, sagte der Minister.

Türkischer Energieminister Bayraktar: »Durch die von uns geführten Gespräche werden wir einen Teil dieses Diesels in die Türkei holen.«

Am Samstag hatte die Türkei ihre erste schwimmende Förderplattform, die »Osman Gazi«, ins Schwarze Meer geschickt. Dieser Schritt ‌soll die tägliche Produktion aus dem größten heimischen Gasfeld Sakarya von derzeit 9,5 Millionen auf 20 Millionen Kubikmeter mehr als verdoppeln.

Die Türkei ist ‌einer der größten Gasmärkte Europas ​und bei ihrem Bedarf bislang fast ‌vollständig auf Importe angewiesen. Im vergangenen Jahr verbrauchte das ‌Land 59 ​Milliarden Kubikmeter Gas, während die heimische Produktion sich lediglich auf 3,1 Milliarden Kubikmeter belief. Bayraktar sagte zudem, ​dass geplante Kohlenwasserstoff-Explorationen vor der ⁠Küste Pakistans sich wegen der Auswirkungen ​des Irankriegs ​auf die Region um etwa sechs Monate verzögert hätten.

Quelle: Spiegel ›

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Schaeffler in China: Der Roboter baut sich selbst
Wirtschaft

Schaeffler in China: Der Roboter baut sich selbst

Sind humanoide Roboter die Zukunft der Industrie? Der deutsche Autozulieferer Schaeffler eröffnet in China eine Leuchtturmfabrik. Europa sei dennoch auf Augenhöhe, sagt ein Manager.

FAZ Neutral
Private Equity: Unruhe bei Nordic Capital
Wirtschaft

Private Equity: Unruhe bei Nordic Capital

Der Finanzinvestor ist in Deutschland unter anderem bekannt für seine Pflegeheimkette Alloheim. Nach dem Abgang des Deutschlandchefs und anderer hiesiger Spitzenmanager wird er sich neu sortieren müssen.

FAZ Negativ